Anleitung für Rollenträger
Vier Aufgaben, vier Abschnitte. Wer mehrere Rollen hat, liest mehrere Abschnitte — die Rechte addieren sich, die Grenzen bleiben.
Wohnsitz bestätigen (Verifizierung)
Sie bestätigen, dass eine Person hier wohnt — mehr prüfen Sie nicht, und mehr wird auch nicht gespeichert.
So läuft es ab
Einladung annehmen und anmelden
Sie werden per E-Mail eingeladen und melden sich mit demselben Anmelde-Link an wie alle anderen. Eine Einladung gilt standardmäßig 14 Tage; danach lässt sie sich neu versenden.
Aufgaben öffnen
Nach der Anmeldung führt die Ansicht „Aufgaben“ zu Ihren Funktionen. Dort steht nur, wofür Sie tatsächlich berechtigt sind.
Vor Ort bestätigen
Die Person weist sich mit ihrem Ausweis aus und zeigt den Beleg aus ihrem eigenen Konto — als QR-Code oder als Code zum Eintippen. Sie erfassen ihn und bestätigen. Damit gilt der Wohnsitz für 24 Monate als bestätigt.
Termine und Aktivität Ihrer Stelle
Gebuchte Termine bestätigen und nachsehen, was an Ihrer Stelle geschehen ist.
Das sollten Sie wissen
Was Sie ausdrücklich nicht tun
Ausweisdaten werden nicht abgetippt, nicht kopiert, nicht fotografiert und mit keinem Register abgeglichen. Der Ausweis dient allein dem Abgleich vor Ort. Gespeichert wird ausschließlich die Bestätigung.
Sie sehen die Kontodaten der Person nicht
Der Beleg enthält keine Angaben zum Konto. Ihre Bestätigung wirkt auf das richtige Konto, ohne dass Ihnen dessen Daten angezeigt werden.
Gebietsbindung: nur Ihr Zuständigkeitsgebiet
Sie können ausschließlich für Ihr eigenes Gebiet bestätigen. Das erzwingt der Server; die Auswahl in der Oberfläche zeigt Ihnen ohnehin nur Erlaubtes.
Den eigenen Beleg können Sie nicht bestätigen
Wer selbst eine Bestätigung braucht, geht wie alle anderen zu einer Stelle. Der Server weist die Selbstbestätigung ab.
Wenn der Beleg nicht mehr gilt
Ein Beleg ist bewusst nur wenige Minuten gültig und einmal einlösbar. Bitten Sie die Person, ihn in ihrem Konto neu zu erzeugen — improvisieren Sie nichts und notieren Sie keine Ausweisdaten.
Wenn etwas nicht klappt
Darf ich jemanden aus dem Nachbarort bestätigen?
Nein. Ihre Rolle hängt an einem Gebietsknoten und deckt nur diesen und alles darunter ab. Eine Bestätigung außerhalb weist der Server ab.
Was passiert nach den 24 Monaten?
Die Person wird rund zwei Monate vorher per E-Mail erinnert und kommt einmal wieder vorbei. Bis dahin kann sie unverändert mitstimmen, nur verbindliche Abstimmungen sind dann gesperrt.
Jemand fragt, wie das aus seiner Sicht abläuft.
Die Bürger-Anleitung beschreibt genau die Gegenseite: Konto anlegen, Stelle wählen, Beleg zeigen. Sie ist öffentlich und lässt sich ausdrucken.
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Ratsinfos schreiben (Redaktion)
Sie machen Ratsarbeit verständlich — jede Aussage mit Quelle, und veröffentlicht wird nie ohne ein zweites Paar Augen.
So läuft es ab
Einladung annehmen und anmelden
Auch für Rollen gibt es kein Passwort: Sie melden sich mit dem Anmelde-Link aus Ihrer E-Mail an.
Entwurf bearbeiten und Quellen prüfen
Ein Digest besteht aus einzelnen Aussagen, jede mit ihrer Fundstelle. Sie bearbeiten den Entwurf, gewichten Aussagen und haken sie ab, wenn Sie die Quelle geprüft haben.
An die Freigabe übergeben
Ist jede Aussage geprüft, übernimmt eine Person mit Verwaltungsrolle die Freigabe. Damit endet Ihr Teil des Vorgangs.
Das sollten Sie wissen
Vier-Augen-Prinzip, serverseitig hart
Sie dürfen prüfen, gewichten und bearbeiten — freigeben und veröffentlichen können ausschließlich Verwaltungsrollen. Und auch dort gilt: Wer an einem Digest mitgewirkt hat, kann ihn nicht selbst freigeben. Die Sperre steckt in derselben Datenbank-Operation wie der Statuswechsel, sie lässt sich nicht umgehen.
Drei Zustände, und die Freigabe versiegelt
Entwurf → freigegeben → veröffentlicht. Mit der Freigabe wird der Inhalt über eine Prüfsumme festgeschrieben. Ändert sich danach etwas, muss neu freigegeben werden — stillschweigende Korrekturen sind ausgeschlossen.
Neutralitätskodex in drei Zeilen
Nur Tatsachen, die in den Sitzungsunterlagen belegt sind. Keine Bewertung, keine Spekulation, keine Parteinennung. Trennen Sie Tatsache und Einordnung sichtbar — im Zweifel lieber keine Aussage als eine möglicherweise falsche.
Automatisch erzeugte Entwürfe sind Entwürfe
Entwürfe entstehen aus den Sitzungsunterlagen, teils maschinell. Sie sind Rohmaterial: Prüfen Sie jede Aussage gegen ihre Fundstelle, insbesondere Zahlen und Abstimmungsergebnisse.
Wenn etwas nicht klappt
Warum kann ich nichts veröffentlichen?
Das ist beabsichtigt und in den Rechten der Rolle festgelegt. Redaktion und Freigabe sind getrennt, damit kein Text ohne zweite Prüfung öffentlich wird.
Ich habe nach der Freigabe einen Fehler entdeckt.
Melden Sie ihn der freigebenden Person. Der Inhalt lässt sich ändern, aber die Änderung braucht zwingend eine neue Freigabe — der Veröffentlichungs-Schritt vergleicht den Text mit dem freigegebenen Stand.
Wo sehen Außenstehende, was freigegeben wurde?
Auf der Transparenz-Seite dieser Kommune. Dort stehen die veröffentlichten Zusammenfassungen mit ihrem Freigabe-Zeitpunkt.
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Verwalten und freigeben (Administration)
Sie stellen die Fragen Ihrer Kommune — und tragen die Verantwortung für alles, was veröffentlicht wird.
So läuft es ab
Zuerst: Standorte und Sprechzeiten pflegen
Davon hängt ab, was Bürgerinnen und Bürger unter „Stellen in Ihrer Nähe“ sehen. Ohne gepflegten Standort läuft die Wohnsitz-Bestätigung ins Leere.
Abstimmung erstellen
Format und Gebiet wählen — das Gebiet entscheidet, wen die Frage erreicht. Eine Abstimmung beginnt als Entwurf und geht erst durch einen eigenen Schritt live. Nach Ablauf der Frist schließen Sie sie; erst dann steht das Ergebnis mit der Aufschlüsselung nach Antworten fest.
Digests freigeben
Sie sind das zweite Augenpaar. Prüfen Sie die Quellenlinks, nicht nur den Text — mit der Freigabe wird der Inhalt festgeschrieben.
Rollen vergeben
Sie legen keine Konten an, sondern laden per E-Mail ein. Die Person meldet sich selbst an und erhält damit die Rolle.
Protokoll einsehen
Alles Folgenreiche wird protokolliert — ohne personenbezogene Daten. Das Protokoll ist Ihr Beleg gegenüber Rat und Öffentlichkeit.
Das sollten Sie wissen
Eskalationsgrenze
Sie können die Rollen für Bürgerkonten, Verifizierung, Redaktion, Beobachtung und Verwaltung vergeben und entziehen — die Betreiberrolle niemals. Diese Grenze prüft der Server bei jeder Änderung neu.
Was auch Sie nicht sehen
Wie eine einzelne Person abgestimmt hat, zeigt Ihnen die Anwendung an keiner Stelle — nicht in Ergebnissen, nicht in Auswertungen, nicht im Protokoll. Das ist der Satz, den Sie Rat, Bürgern und Presse ruhig sagen können.
Das Vier-Augen-Prinzip gilt auch für Sie
Haben Sie an einem Digest selbst Aussagen geprüft oder gewichtet, können Sie ihn nicht freigeben. Für den Betrieb mit nur einer Person kann der Betreiber diese Sperre ausdrücklich überbrücken; jede solche Freigabe wird im Protokoll als Selbstfreigabe vermerkt — sie ist nie unsichtbar.
„Verbindlich“ ist eine Entscheidung mit Folgen
Markieren Sie eine Abstimmung als verbindlich, dürfen nur Personen mit bestätigtem Wohnsitz mitstimmen. Ohne diese Markierung ist das Ergebnis ein Stimmungsbild — beides ist legitim, aber es sollte bewusst gewählt sein.
Wenn der Neutralitäts-Check aktiv ist
Ist er für Ihre Kommune eingeschaltet, geht eine aktivierte Abstimmung zunächst in Prüfung statt sofort live. Die Prüfung kann anhalten, nie endgültig ablehnen — im Zweifel wird zugelassen, und die letzte Instanz ist ein Mensch. Prüf-Prompt und Ergebnis stehen öffentlich auf der Transparenz-Seite.
Ein gesperrtes Konto verliert sofort alle Rechte
Auch bei noch laufender Sitzung: Die Rechteprüfung lädt ausschließlich Rollen aktiver Konten. Eine Sperre wirkt damit ohne Wartezeit.
Anmeldung heute — und was dazukommen soll
Heute melden Sie sich wie alle anderen mit dem Anmelde-Link aus Ihrer E-Mail an; ein Passwort gibt es nicht. Eine Zwei-Faktor-Anmeldung für Verwaltungsrollen steht auf der Roadmap. Sie ist ausdrücklich nur für Verwaltungsrollen vorgesehen — Verifizierung, Redaktion, Beobachtung und Bürgerkonten bleiben davon unberührt.
Wenn etwas nicht klappt
Ich finde die Betreiberrolle nicht in der Auswahl.
Richtig so. Die Betreiberrolle lässt sich von einer Verwaltungsrolle aus weder vergeben noch entziehen. Sie ist die Rolle des Plattform-Betreibers, nicht der Kommune.
Die Freigabe wird mit Hinweis auf das Vier-Augen-Prinzip abgelehnt.
Dann haben Sie an diesem Digest selbst mitgewirkt — mindestens eine Aussage geprüft oder gewichtet. Die Freigabe muss eine zweite Person übernehmen.
Warum sehe ich während einer laufenden Abstimmung keine Aufschlüsselung?
Weil sich aus wiederholten Zwischenständen kleine Gruppen zurückrechnen ließen. Während der Laufzeit gibt es nur Gesamtzahlen; die Aufschlüsselung nach Antworten erscheint als ein Stand nach dem Ende.
Erfahren die Leute, dass es etwas Neues gibt?
Wer Benachrichtigungen eingeschaltet hat und im Gebiet der Abstimmung wohnt, bekommt beim Live-Schalten eine E-Mail. Das ist ein Opt-in, keine automatische Verteilung.
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Nur mitlesen (Beobachtung)
Sie sehen, was in Ihrem Gebiet läuft — ändern können Sie nichts, und genau das ist der Sinn dieser Rolle.
So läuft es ab
Abstimmungen einsehen
Laufende und beendete Abstimmungen in Ihrem Gebiet, mit Ergebnissen — in einer reinen Lese-Ansicht.
Übersicht öffnen
Die zusammenfassende Lese-Sicht. Kennzahlen und Verwaltungsfunktionen sehen Sie dort bewusst nicht.
Das sollten Sie wissen
Keinerlei Schreibrechte, mit Absicht
Keine Freigaben, keine Rollenvergabe, keine Verifizierung, keine Bearbeitung. Die Rolle ist für Multiplikatoren gedacht, die Ergebnisse weitertragen — nicht für Mitarbeit.
Ihr Gebiet und alles darunter
Eine Beobachterrolle auf Kreisebene sieht die Gemeinden darunter. Eine Rolle für einen Ortsteil sieht nur diesen Ortsteil — keine Nachbarorte und nichts Stadtweites.
Stadtweite Entwürfe nur mit stadtweitem Gebiet
Digest-Entwürfe gelten für die ganze Kommune. Wer nur für einen Ortsteil eingetragen ist, sieht sie deshalb nicht — das ist keine Störung.
Die Maskierung gilt auch für Sie
Was zum Schutz kleiner Gruppen unkenntlich gemacht ist, ist für alle unkenntlich — es gibt keine Lese-Rolle, die daran vorbeisieht.
Wenn etwas nicht klappt
Mir fehlt eine Funktion, die Kollegen haben.
Angezeigt wird genau das, wofür der Server Sie berechtigt. Fehlt etwas dauerhaft, ist die Rolle gemeint — wenden Sie sich an die Verwaltung Ihrer Kommune.
Kann mein Gebiet erweitert werden?
Ja, über eine zusätzliche oder andere Rollenzuweisung durch die Verwaltung. Die Sichtbarkeit folgt immer dem Gebietsknoten Ihrer Rolle.
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Für die Betreiberrolle der Plattform gibt es hier bewusst keine Anleitung: Sie liegt beim Betreiber selbst und ist nicht Teil des Kommunen-Betriebs.